Mitteilung zum Tod von Kupa Ilungo Medard Mutombo

WIR TRAUERN!

Die Initiative ReachOut veröffentlichte am 06. Oktober 22 eine Pressemitteilung, in welcher sie die Umstände des Todes von Kupa Ilunga Medard Mutombo aus Berlin erläutert. Der 64-jährige psychisch vorerkrankte POC sollte am 14.09. wegen seiner Erkrankung in ärztlicher und polizeilicher Begleitung in eine psychiatrische Klinik gebracht werden. Als er sich zunächst weigerte, drückten ihn die Beamt*innen zu Boden. Kupa wurde daraufhin reanimationspflichtig und musste 20 Minuten wiederbelebt werden!
Er verstarb nun Wochen später an den Folgen im Krankenhaus.

Erneut ist ein psychisch kranker Mensch an den Folgen eines Polizeieinsatzes verstorben.
Erneut handelt es sich um eine Person of Colour.
Erneut handelt es sich für uns hier nicht um einen Einzelfall, sondern um ein Opfer der tödlichen Polizeipraxis!

Die aktuellen Schilderungen beschreiben die bereits bekannten Muster, welche oft mit tödlicher Polizeigewalt einhergehen. So wurde auch hier eine Person in tiefer psychischer Krise der Konfrontation mit insgesamt einem ganzen Einsatzteam ausgesetzt. Da es sich außerdem um eine Person of Colour handelte, ist auch die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese bereits traumatische Begegnungen mit der Polizei erfahren musste. Unabhängig von der offensichtlich schweren psychischen Erkrankung ist die Abwehr von Kupa Mutombo sicher verständlich.
In der Arbeit mit psychiatrisch erkrankten Menschen ist diese Abwehr oder auch „Fremdaggression“ Alltag. In den Kliniken müssen täglich Menschen, welche eigen- oder fremdgefährdendes Verhalten zeigen, leider fixiert werden oder aus der psychischen Krise herausgeführt werden.
Es ist daher unserer Auffassung nach unbegreiflich, dass die Beamtinnen mit der Ankündigung einer fremdaggressiven und traumatisierten Person nicht in der Lage sind, den Einsatz deeskalierend und professionell durchzuführen. Laut Angaben der Polizei ist Kupa Mutombo ohne Zutun der Polizei leblos zusammengesackt. Diese Angaben halten wir für nahezu unhaltbar. Denn sollte es sich wie vorangegangen tatsächlich um eine derart gefährdende Person gehandelt haben, dass 13 Beamtinnen zur Fixierung notwendig waren; wie kann die Person dann Minuten später in einen lebensbedrohlichen Krankheitszustand übergehen?
Nach den vorliegenden Berichten und Fakten gehen wir davon aus, dass es sich -ähnlich wie im Falle des von der Polizei ermordeten Afroamerikaners George Floyd- um eine direkte Folge der Fixierungstaktik der Polizei (Druck durch das Knie auf den Nacken einer Person) handelt.
Die Polizei ist unserer Ansicht nach daher voll umfassend für den Tod der Person verantwortlich, zu dessen eigenem Schutz sie gerufen worden waren!

Die Parallelen zu den Ereignissen in Dortmund vom 08.08.22 sind offensichtlich. Auch Mouhamed sah sich in psychischer Krise einem gesamten Einsatzkommando gegenüber. Auch er wurde Opfer von ungerechtfertigtem Gewalteinsatz. Auch in seinem Fall gibt es keine Verantwortungsübernahme durch die Polizei.

Kupa Ilunga Merdad Mutombos Name ist nur einer von vielen. Seine Geschichte ist beispielhaft für das Schicksal derjenigen, die Diskriminierung und Rassismus durch die Polizei ausgesetzt sind.

Wir trauern um Kupa Ilunga Merdad Mutombo. Wir trauern um die Opfer einer fehlerhaften Institution.
Diese Opfer verdienen Gerechtigkeit! Die Polizei muss Verantwortung für ihre tödlichen Strukturen übernehmen und Konsequenzen ziehen!

#JUSTICE4KUPA
#JUSTICE4ALLMOUHAMEDS

APPEAL TO NATIONWIDE DEMONSTRATION THE 19.11.22 IN DORTMUNDJUSTICE4MOUHAMED- THERE ARE 1000 MOUHAMEDS – THEY DESERVE JUSTICE –

English | française | türk | deutsch

Dear friends,

on 8.8.22 the Dortmund police department killed Mouhamed Lamine Dramé in the nothern citypart. Mouhamed, who was taking refuge from Senegal, was in a deep psychological crisis.Already two days before, he was seeking help in the psychiatric clinic of the LWL and has been sent home again. The day of his death his advisors in the roominggroup that he was living in were afraid he could harm himself. This was why they called the police. When the police arrived Mouhamed sat in the back of a courtyard. He was no threat to noone. Nevertheless the police decided to storm the back of the courtyard. They attacked Mouhamed with pepperspray. When he stood up they fired with two tasers and a machine gun. Mouhamed died shortly afterwoods in a nearby hospital. The death of Mouhamed shook us all deeply. There has been a remarcable solidarity and claims clear the invents of this day up. Because this death is barely a single case. Since the reunitement of Germany there have been at least 318 deaths in policial interventions. Most of them (f.ex. The death of Oury Jalloh) have not been fully clarified, neither have there been any consequences. In Dortmund the loss of Mouhamed has brought together multiple migrantic and political groups. Together we want to call you on the streets for a noationwide demonstration. The devastating destiny of Mouhamed is just one of thousands. They all merit resolutions and justice. So join us on the street in remembrance of victims. Let us demonstrate together and strong against the reigning practice of violence of the police. Our solidarity is for those who have lost someone due to policial intervention or are vicitms of police brutality.

Solidaritätskreis Mouhamed
Afrikanische Community Dortmund
Initiative Erinnern. Verändern Dortmund
Initiative Oury Jalloh
Initiative Amed Ahmad
NRDPL Dortmund
Autonome Antifa 170
Club Santé
VKII
Bündnis Tag der Solidarität / Kein Schlussstrich Dortmund
Feministisches Kollektiv Dortmund
Radio Nordpol
Black Pigeon
DIDF Dortmund
DIDF Jugend Dortmund 
Train of Hope Dortmund e.V. 
Face2Face – Solidarische Wohnungslosenhilfe
Bündnis Dortmund gegen Rechts
Mean Streets Antifa
Anarchistische Gruppe Dortmund
Tamilische Community Deutschland
Volksrat der Eelamtamilen in Deutschland e.V. (VETD)
Föderation der Arbeiter*innen aus der Türkei NRW ( ATIF)
Neue demokratische Jugend NRW (YDG)
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes- Bund der Antifaschistinnen NRW (VVN-BdA NRW)
Rote Hilfe e.V.
BürgerInnen gegen Rechts Kamen & Bergkamen
Initiative in Gedenken an Laye Alama Condé

APPEL POUR UNE MANIFESTATION NATIONALE#JUSTICE4MOUHAMEDIl y a 1000 Mouhameds – Ils méritent justice!

English | française | türk | deutsch

Le 8.8.22 la police de Dortmund a tué Mouhamed Lamine Dramé. Mouhamed qui s‘était enfui de Senegal en Allemagne se trouvait dans une crise psychique. Deux jours avant il avait déjà cherché pour aide dans la clinique psychiatrique du LWL et a été renvoyé à la maison. La journée de sa mort ses soigneurs du groupe avec lequel il vivait avaient peur qu‘il pourrait se blesser. C‘est pour ca qu‘ils ont appelé la police. Quand la police arrivait Mouhamed a été assis dans un coin d‘une cour. Il ne posait aucun danger pour personne. Néanmoins la police a décidé de prendre l‘assaut à la cour. Ils ont attaqué Mouhamed avec du aérosol poivré. Quand Mouhamed se levait ils ont attaqué avec deux tasers bien qu‘une mitrailette. Mouhanmed a été mort peu après dans l‘hôpital. La mort du Mouhamed nous a bouleversé. Les appels de clarification des évènements du 8.8.22 et la solidarité qui l‘ont suivi sont remarquable. Comme cette histoire n‘est peu qu‘un cas isolé. Depuis l‘unification allemande plus que 318 personnes ont été mort lié a l‘usage d‘armes de feu. La pluspart de ces morts par des policiers (par ex. La mort d‘oury Diallo) n‘ont pas été clarifié, ou ont eu des conséquences pour l‘institution policière

Solidaritätskreis Mouhamed
Afrikanische Community Dortmund
Initiative Erinnern. Verändern Dortmund
Initiative Oury Jalloh
Initiative Amed Ahmad
NRDPL Dortmund
Autonome Antifa 170
Club Santé
VKII
Bündnis Tag der Solidarität / Kein Schlussstrich Dortmund
Feministisches Kollektiv Dortmund
Radio Nordpol
Black Pigeon
DIDF Dortmund
DIDF Jugend Dortmund 
Train of Hope Dortmund e.V. 
Face2Face – Solidarische Wohnungslosenhilfe
Bündnis Dortmund gegen Rechts
Mean Streets Antifa
Anarchistische Gruppe Dortmund
Tamilische Community Deutschland
Volksrat der Eelamtamilen in Deutschland e.V. (VETD)
Föderation der Arbeiter*innen aus der Türkei NRW ( ATIF)
Neue demokratische Jugend NRW (YDG)
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes- Bund der Antifaschistinnen NRW (VVN-BdA NRW)
Rote Hilfe e.V.
BürgerInnen gegen Rechts Kamen & Bergkamen
Initiative in Gedenken an Laye Alama Condé

DORTMUND’DA 19.11.22 TARİHİNDE ÜLKE ÇAPINDA GÖSTERİ ÇAĞRISI

#Justice4Mouhamed

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1000 tane Mouhamed var – Adaleti hak ediyorlar! –

Sevgili arkadaşlar

08.08.2022 tarihinde Dortmund polisi Nordstadt’ta 16 yaşındaki Mouhamed Lamine Dramé’yi öldürdü. Senegal’den Almanya’ya kaçan Mouhamed ruhsal bir kriz içindeydi. Olaydan 2 gün önce LWL psikiyatri kliniğinden yardım istemiş ve tekrar eve gönderilmişti. Öldüğü gün, yatılı grubundaki bakıcılar kendisine zarar verebileceğinden korktukları için polisi aradılar. Polis geldiğinde Muhammed bir avlunun uzak köşesinde oturuyordu. Kimse için tehlike arz etmiyordu. Buna rağmen polis avluya baskın yapmaya karar verdi. Mouhamed’e biber gazı ile saldırdılar. Ayağa kalktığında ise onu iki şok tabancası ve bir makineli tüfekle vurdular. Mouhamed kısa bir süre sonra hastanede hayatını kaybetti.

Mouhamed Lamine Dramé’nin ölümü hepimizi derinden sarstı. Bu hikaye münferit bir vaka olmaktan çok uzak olduğu için 8.8.2022 olaylarından sonra gösterilen dayanışma ve açıklama çağrıları dikkat çekti. Yeniden birleşmeden bu yana, polis operasyonlarında sadece ateşli silahlarla en az 318 kişi öldürüldü. Polis memurları tarafından gerçekleştirilen ölümlerin büyük çoğunluğu (örneğin Oury Jalloh’un ölümü), ele alınmak bir yana, hala yeterince soruşturulmamıştır.

Dortmund’da Mouhamed’in kaybı farklı göçmen ve siyasi grupları bir araya getirdi. Birlikte ülke çapında bir gösteri çağrısında bulunmak istiyoruz.

Mouhamed’in korkunç kaderi binlercesinden yalnızca biri. Hepsi aydınlatılmayı ve adaleti hak ediyor. Kurbanları anmak için sokaklarda bize katılın. Gelin hep birlikte, polis tarafından uygulanan ayrımcılık ve ırkçılığa karşı güçlü bir gösteri yapalım.

Dayanışma ve desteğimiz, polis operasyonlarında yakınlarını kaybeden tüm akrabalara ve polis şiddetinden etkilenen herkese, özellikle de siyah karşıtı ve ırkçı, kadın düşmanı, cinsiyetçi, homofobik, transfobik, ableist, sınıfçı ayrımcılık mağdurlarına yöneliktir.

Günü daha detaylı planlamak ve hazırlamak için sizi 16.10. günü saat 14.00’te  dijital bir toplantıya davet etmek istiyoruz.

Tüm mağdurlar ve hak ettikleri adalet için bir açıklama yapmak üzere 19.11.22 tarihinde bizi destekleyin.

JUSTICE4MOUHAMED

Herhangi bir sorunuz veya yorumunuz varsa, lütfen solidaritaetskreismouhamed@riseup.net adresinden bizimle iletişime geçin.

Solidaritätskreis Mouhamed
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Rote Hilfe e.V.
BürgerInnen gegen Rechts Kamen & Bergkamen
Initiative in Gedenken an Laye Alama Condé

AUFRUF ZUR BUNDESWEITEN DEMONSTRATION AM 19.11.22 IN DORTMUND

#Justice4Mouhamed

English | française | türk | deutsch

Es gibt 1000 Mouhameds

– Sie verdienen Gerechtigkeit! –

Liebe Freund*innen,
am 08.08.2022 tötete die Polizei Dortmund den 16-jährigen Mouhamed Lamine Dramé in der Nordstadt. Mouhamed, der aus dem Senegal nach Deutschland geflüchtet war, war in einer psychischen Krise. Bereits 2 Tage zuvor hatte er Hilfe in der psychiatrischen Klinik der LWL gesucht und war wieder heimgeschickt worden. An seinem Todestag hatten die Betreuer*innen seiner Wohngruppe Angst, er könnte sich selbst verletzten. Deshalb riefen sie die Polizei. Als die Polizei eintraf, saß Mouhamed in der hintersten Ecke eines Innenhofs. Er war keine Gefahr für irgendjemanden. Dennoch entschied sich die Polizei, den Hof zu stürmen. Sie griffen Mouhamed mit Pfefferspray an. Als er dann aufstand, schossen sie mit zwei Tasern und einer Maschinenpistole auf ihn. Mouhamed starb kurz darauf im Krankenhaus. Der Tod von Mouhamed Lamine Dramé hat uns alle erschüttert.

Bemerkenswert sind die Solidarität und die Rufe nach Aufklärung nach den Ereignissen vom 8.8.2022. Denn diese Geschichte ist bei Weitem kein Einzelfall. Seit der Wiedervereinigung sind alleine durch Schusswaffen mindestens 318 Menschen in Polizeieinsätzen getötet worden. Der Großteil der Todesfälle durch Polizeibeamt*innen (bspw. der Tod von Oury Jalloh) ist bis heute nicht hinreichend aufgeklärt, geschweige denn aufgearbeitet worden. In Dortmund hat der Verlust von Mouhamed verschiedene migrantische und politische Gruppen zusammengeführt. Gemeinsam wollen wir zur bundesweiten Demonstration aufrufen. Mouhameds schreckliches Schicksal ist nur eines von tausenden. Sie alle verdienen Aufklärung und Gerechtigkeit. Kommt mit uns auf die Straße, um den Opfern zu gedenken. Lasst uns gemeinsam stark gegen die herrschende Gewaltpraxis von Diskriminierung und Rassismus der Polizei demonstrieren.

Unsere Solidarität und Unterstützung gilt allen Angehörigen, welche Menschen in Polizeieinsätzen verloren haben und allen Betroffenen von Polizeigewalt, vor allem Opfern von anti-Schwarzer und rassistischer, misogyner, sexistischer, homo- und transfeindlicher, ableistischer, klassistischer Diskriminierung.

Solidaritätskreis Mouhamed
Afrikanische Community Dortmund
Initiative Erinnern. Verändern Dortmund
Initiative Oury Jalloh
Initiative Amed Ahmad
NRDPL Dortmund
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VKII
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DIDF Dortmund
DIDF Jugend Dortmund 
Train of Hope Dortmund e.V. 
Face2Face – Solidarische Wohnungslosenhilfe
Bündnis Dortmund gegen Rechts
Mean Streets Antifa
Anarchistische Gruppe Dortmund
Tamilische Community Deutschland
Volksrat der Eelamtamilen in Deutschland e.V. (VETD)
Föderation der Arbeiter*innen aus der Türkei NRW ( ATIF)
Neue demokratische Jugend NRW (YDG)
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes- Bund der Antifaschistinnen NRW (VVN-BdA NRW)
Rote Hilfe e.V.
BürgerInnen gegen Rechts Kamen & Bergkamen
Initiative in Gedenken an Laye Alama Condé